Wie viel du als UGC Creator pro Video verdienen kannst - Buyout Guide
Auch ohne Follower Geld mit Content verdienen, das können UGC Creator. Doch wie viel kannst du verlangen? Und was genau beeinflusst den Preis? In diesem Artikel erfährst du, wie du den Wert deines Contents einschätzt und mit Brands verhandelst, ohne dich unter Wert zu verkaufen.
Qualität deiner Videos: Der erste Preistreiber
Die Qualität deiner Videos ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Preisgestaltung. Dabei geht es nicht nur um die technische Ausrüstung, sondern auch um dein Know-how und Kreativität:
Technik und Equipment: Filmst du mit dem Handy, einer Spiegelreflexkamera oder sogar einer professionellen Red-Kamera? Auch hochwertiges Audio-Equipment und eine ansprechende Bildgestaltung spielen eine große Rolle.
Videogestaltung: Ist das Produkt im Fokus und gut in Szene gesetzt? Oder wirkt das Video verwackelt und unprofessionell?
Schnitt und Nachbearbeitung: Kreative Schnitte, Animationen und der gezielte Einsatz von Musik machen dein Video ansprechender und professioneller.
Tipp: Je hochwertiger dein Content wirkt, desto mehr kannst du verlangen. Marken investieren gerne in Videos, die direkt einsatzbereit sind und professionell wirken.
Deine Ausstrahlung vor der Kamera
Eine natürliche Ausstrahlung und authentische Reaktionen sind Gold wert. Zeigst du dich steif und monoton vor der Kamera, wirkt das Video weniger ansprechend. Bist du dagegen lässig, charismatisch und überzeugend, steigt der Wert deines Contents automatisch.
Tipp: Übe deine Betonung und Gestik, um vor der Kamera noch natürlicher zu wirken. Das steigert nicht nur deine Preise, sondern auch die Chance auf langfristige Kooperationen.
Dein Zeitaufwand: Wird schnell unterschätzt
Auch wenn ein Video am Ende nur 30 Sekunden lang ist – der Aufwand dahinter ist häufig größer als man denkt. Hier mal ein Überblick:
Kommunikation mit der Brand: Briefings, Absprachen und Feedbackschleifen.
Skripterstellung und Vorbereitung: Inhalte müssen zur Marke und zu dir passen.
Dreh und Nachbearbeitung: Aufnehmen, Schneiden, Überarbeiten und eventuell sogar Nachdrehs.
Feedbackrunden und Anpassungen: Mehrere Korrekturschleifen sind keine Seltenheit.
Rechnungsstellung und Buchhaltung: Auch das gehört zum Job eines UGC Creators dazu.
Allein für eine einfache Kooperation solltest du mindestens vier Stunden einplanen. Je nach Aufwand und Komplexität kann es aber auch deutlich mehr werden. Wenn du nur den Mindestlohn berechnest, sollte dein Video schon mindestens 50 € kosten – hier kommen noch Steuern und Abgaben drauf.
Wie viel solltest du für UGC-Videos verlangen?
Hier kommt es auf deine Erfahrung und deine Fähigkeiten an:
Einsteiger:innen: Wenn du noch in der Schule bist oder erst frisch angefangen hast, starte bei ca. 100 € pro Video. Selbst wenn du noch nicht die krasseste Qualität lieferst, solltest du deinen Aufwand fair berechnen.
Fortgeschrittene: Du hast bereits einige Kooperationen gemacht und wirkst natürlich vor der Kamera. 200 - 300€ sind hier häufig aufgerufene Preise pro Video
Profis: Du bringst Social-Media-Expertise mit oder bist bereits ein Creator mit über 10.000 Followern. Begriffe wie CTA, Hook und CTR sind keine Fremdwörter für dich? Dann kannst du sogar bis zu 500 € pro Video verlangen. (Das ist wirklich die Ausnahme!)
Wichtig: Diese Preise gelten für Videos, die die Brands organisch nutzen können – also ohne Werbeschaltung. Für Paid Social Media gelten andere Regeln.
Paid Social Media und Buyouts
Viele Brands wollen deine Videos nicht nur organisch nutzen, sondern sie auch als Werbeanzeigen schalten. Das spricht man meist von Paid Social Media Nutzungsrechten oder Buyouts. Hierbei hängt der Preis stark von der Nutzungsdauer und -reichweite ab:
Kurze Nutzung (z. B. 1 Monat): Einige Creator verlangen dafür 20 % vom Grundvideopreis.
Längere Nutzung (z. B. 6 Monate): Hier sind 50 - 100 % vom Videopreis üblich.
Unbegrenzte Nutzung: Niemals verschenken! Unbegrenzte Nutzungsrechte können Brands erlauben, dein Video auch noch in 20 Jahren zu verwenden.
Tipp: Verhandle klar und präzise über die Dauer und Reichweite der Nutzung. Wird dein Video z. B. nur in Deutschland oder weltweit ausgespielt? Je größer die Reichweite, desto höher dein Preis.
Zusätzliche Einnahmequellen: Was Brands sonst noch wollen
Neben dem eigentlichen Video gibt es weitere Leistungen, die du in Rechnung stellen kannst:
Rohmaterial: Wenn Brands das komplette Material für eigene Schnitte wollen, kannst du 50 bis 100 % vom Videopreis zusätzlich berechnen.
Weitere Hooks: Für alternative Videoanfänge oder Varianten kannst du 25 bis 50 % extra verlangen.
Bilder: Schnappschüsse vom Set? Einfach 25 € pro Bild berechnen. Für professionelle Fotos mit aufgebauten Sets, kannst du sogar 200 € pro Bild verlangen.
Fazit: Deine Leistung hat ihren Preis
Als UGC Creator lieferst du wertvollen Content, mit dem Brands Geld verdienen – und das sollte entsprechend entlohnt werden. Überlege dir gut, wie viel Zeit, Aufwand und Kreativität du in jedes Video steckst, und setze dann selbstbewusst deine Preise fest.
Vergiss nicht: Du bist selbstständig und entscheidest, wie viel dein Content wert ist. Teste verschiedene Preismodelle, biete Bundles an und bleib flexibel in deinen Verhandlungen. So wirst du langfristig erfolgreich und profitabel als UGC Creator.